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Im ersten Tutorial ging es um das Erstellen von Spiegelungseffekten. Heute erweitern wir das Ganze und zeigen einen guten Trick, wie Ihr Eure Bilder effektvoll ineinander überblenden könnt. Dazu verwenden wir die Ebenenmasken-Funktion von Photoshop. Diese Funktion erlaubt es Euch, Teile eines Bildes teilweise oder vollständig auszublenden – ohne das dabei irgendwelche Bilddaten verloren gehen. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, diesen Effekt anzuwenden. Ein paar davon zeige ich in diesem Tutorial.
Übrigens: Das Tutorial wurde mit Photoshop CS3 erstellt, funktioniert aber auch problemlos mit der Version 7.0.
Worum geht’s?
Ebenenmasken kann man sich wie reale Masken oder Schablonen vorstellen: Sie verbergen Teile eines Bildes oder blenden es nur teilweise aus. In unserem Fall benutzen wir für die Masken allerdings kein Gesicht, sondern 3 Screenshots.
Das zu erzielende Ergebnis ist ein einzelnes Zielbild, das eigentlich aus drei verschiedenen Quellbildern besteht. Die einzelnen Bildkanten sind danach aber nicht mehr zu sehen. Der Effekt eignet sich ideal, um eine beliebige Anzahl Bilder besser zu inszenieren oder um ungewünschte Bildteile auszublenden, ohne das Ganze dafür zerstören zu müssen. Eure Bearbeitungen sind jederzeit umkehrbar, da Ebenenmasken nicht das Bild selbst beeinflussen, sondern nur das, was Ihr von „vorne“ zu sehen bekommt.
Die Vorbereitungen
Um ein Bild aus mehrere zusammen zu fügen, benötigt Ihr natürlich die geöffneten Quellbilder. Damit das neue Bild eine einheitliche Größe hat, sollte jedes Eurer Quellbilder die gleiche Höhe (oder Breite) haben – je nachdem ob Ihr die Bilder übereinander oder nebeneinander stellen wollt. Die Bildgröße regelt Ihr in Photoshop über das Menü Bild > Bildgröße.
Habt Ihr Eure Bilder entsprechend in der Größe angepasst, erstellt Ihr eine neue Leinwand, die mindestens so groß sein sollte, dass alle Quellbilder darauf nebeneinander finden. Fügt Eure Bilder anschließend auf dieser Leinwand ein, so dass sie auf drei separaten Ebenen liegen.
Benutzen von Masken
Nun kommen wir zum eigentlichen Kernpunkt dieses Tutorials – Ebenenmasken. Um eine Ebenmaske hinzuzufügen, klickt zuerst Eure gewünschte Bildebene an. Anschließend klickt Ihr auf „Ebenenmaske hinzufügen“ unten im Ebenenfenster. Alternativ geht das auch über das Menü „Ebene > Ebenenmaske > Alles einblenden“. Die Maske wird dann – angezeigt durch ein Kettensymbol – mit Eurer Ebene verknüpft.
Hinweis: Solltet Ihr mit Text oder Vektoren arbeiten, verhält sich Photoshop in Sachen Masken genau gleich. Nur ist dann von Vektormasken anstelle von Ebenenmasken die Rede.
Masken und die Werkzeugleiste
Um eine Maske zu bearbeiten, klickt Ihr nun auf das kleine Rechteck (nach dem Kettensymbol) hinter Eurer Ebene. Ihr könnt nun in dieser Maske völlig frei arbeiten, d.h. Ihr könnt die Werkzeuge aus der linken Leiste verwenden, um Teile eures Bildes (teilweise) auszublenden. Es greifen hier auch die üblichen Photoshop-Mechanismen. Zum Beispiel könnt Ihr die Bearbeitung einer Maske durch voriges Auswählen (wie z.B. per Zauberstab) auf bestimmte Bereiche eingrenzen.
Tipp: Wenn Ihr eine Maske bearbeitet, gibt es in der Farbanzeige der Werkzeugleiste nur Grautöne und keine Farben – auch wenn Ihr eine Farbe auswählt. Warum das so ist, wird jetzt erklärt.
Beispiel: Übergangs-Effekt
Ich habe hier als Beispiel einen Screenshot meiner 3 Bilder genommen und mit einer Ebenenmaske verknüpft. Anschließend habe ich die Maske ausgewählt und mit dem Verlaufswerkzeug einen Schwarz-Nach-Weiß Verlauf hineingezogen.
Das Bild verdeutlicht, warum in Masken nur die Schwarzweiß-Farbschemata benötigt werden. Schwarz bedeutet in einer Ebenenmaske, dass das Bild vollständig ausgeblendet ist. Weiß hingegen zeigt das Bild vollständig. Die Grautöne dazwischen resultieren in einer Transparenz des Bildes. Eure Ebenenmaske im Ebenenfenster (siehe roter Pfeil) zeigt Euch, wie Eure Maske gerade aussieht.
Tipp: Wie bereits erwähnt, ist das Verlaufswerkzeug nur eine Möglichkeit, mit Ebenenmasken zu arbeiten. Ihr könnt Teile des Bildes auswählen und mit dem Füllwerkzeug bearbeiten, von Hand mit dem Pinsel die Masken bearbeiten (um z.B. weiche Kanten zu erzeugen) oder eine Art „Bildrahmen“ erstellen. Die Möglichkeiten sind vielfältig.
Beispiel: Freistellen mit Ebenenmasken
Das hier gezeigte Bild soll einen neuen Hintergrund bekommen, hat aber bereits einen fest in die Ebene integrierten. Daher habe Ich wieder eine Ebenenmaske erstellt und den Hintergrund mittels Zauberstab und diverser Auswahlrahmen ausgewählt. Mit dem Füllwerkzeug und schwarz als Farbe blende ich diesen Hintergrund nun vollständig aus.
Wie man im Ebenenfenster erkennen kann, blendet meine Ebenenmaske nur aus, zerstört aber nichts. Simples löschen per Radiergummi oder Arbeiten mit Auswahlwerkzeugen + ENTF Taste würde den bisherigen Bildinhalt nach dem Speichern unwiederbringlich löschen. Meine Maske hingegen erlaubt mir nun beliebige andere Hintergründe zu verwenden, ohne das Originalbild zu beeinflussen. Die Ebenenmaske lässt sich jederzeit deaktivieren oder ganz löschen.
Einige Tipps zur Verwendung von Masken:
- Masken lassen sich auf Bilder, Texte, Ebenensets (Gruppen von Ebenen anwenden)
- Masken lassen sich beliebig auf andere Ebenen (per gehaltener ALT-Taste) kopieren
- Und ich wiederhole es noch mal: Masken kann man genauso bearbeiten wie normale Bildinhalte. Das heißt: In Kombination aller Werkzeuge kann man mit Masken eine Menge anstellen.
Ich hoffe das Tutorial hat Euch Spaß gemacht und auch etwas gebracht. Kommentare und natürlich auch konstruktive Kritik sind mir jederzeit willkommen. :)
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