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Half Life 2 - Episode 2
(1 Stimme)
Geschrieben von Feanarth

City17 ist zerstört und ein Portal öffnet sich - Probleme gibt es in Episode 2 mehr als genug
City17 ist zerstört und ein Portal öffnet sich - Probleme gibt es in Episode 2 mehr als genug

Die zweite Fortsetzung des genialen Shooters rund um den Brecheisen schwingenden Wissenschaftler Gordon Freeman setzt - wie schon die vorigen Erweiterungen - nahtlos am Vorgänger an. Die Storyline kommt dabei serientypisch komplett ohne vorgerenderte Zwischensequenzen aus. Und dabei kann gesagt werden: Der Hohe Standard der Ingame-Darstellung wird dank lebhafter Mimik und nahezu perfekter Synchronisation wieder gehalten und teilweise sogar übertroffen.

 

 

 

Story - Ein Verlust der nahe geht

Diverse Previews und Gerüchte haben bereits vermuten lassen, dass eine wichtige Person in dieser Episode stirbt. Als Stilmittel in Trilogien folgt Half Life damit gängigen Standards: In fast allen filmischen Trilogien gehört ein dunkler Moment einfach dazu - sonst wäre der "Cliffhanger" -Aspekt dahin und die Folge letztendlich auswechselbar. Episode 2 zögert diesen Moment allerdings bis zum Allerletzten hinaus - und trifft den Spieler damit umso härter.

Der G-Man neben Alyx Vance? - Spannung ist auch hier wieder garantiert
Der G-Man neben Alyx Vance - Spannung ist auch hier wieder garantiert

Das kann man den Machern hoch anrechnen, denn die Spannungskurve wird während des gesamten Spiels konstant hoch gehalten. Das liegt auch an den mitunter sehr abwechslungsreichen Schauplätzen. Jedesmal wenn gerade optisch und spielerisch Langeweile oder Eintönigkeit aufkommen will, werdet ihr in eine völlig neue Situation geworfen. Langweilige oder "kopierte" Passagen sind in Episode2 ein Fremdwort.




Grafik - Kommt und besucht den Wald

Eine Aussenszenerie - die Source Engine zeigt, das auch mit der älteren Engine durchaus noch Meisterwerke auf den Bildschirm zu zaubern sind
Eine Aussenszenerie - die Source Engine zeigt, das auch mit der älteren Engine durchaus noch Meisterwerke auf den Bildschirm zu zaubern sind
Eine wirkliche Neuerung in Half Life - Episode 2 sind die Settings. War im Hauptteil sowie Episode 1 noch die City 17 euer Kriegsschauplatz, flüchtet Ihr während der Episode 2 durch weitläufige Aussenareale und Höhlensysteme der Ameisenlöwen. Jeder dieser Schauplätze brennt zwar kein Grafisches Feuerwerk ab, zeigt aber durch hübsche Beleuchtungseffekte und Texturen nochmal eindrucksvoll die Möglichkeiten der Source Engine. Episode 2 wurde nochmals aufgehübscht und hat effekttechnisch durchaus einige Momente, die euch die Kinnlade offenstehen lassen. Angesichts der mittlerweile 3 Jahre alten Source Engine ist das in der kurzlebigen PC Spielebranche schon eine Glanzleistung. 

 

 

Viel (gutes) vom Alten

Die Vortigaunts aus Half Life 1 erweisen sich mehrmals als wertvolle wie kampfstarke Verbündete
Die Vortigaunts aus Half Life 1 erweisen sich mehrmals als wertvolle wie kampfstarke Verbündete
Gameplaytechnisch hat sich in Ep.2 nichts groß verändert. Die Gegnertypen sind weitgehend gleich geblieben. Lediglich zwei neue Gegner machen euch das Leben schwer: Zum einen die agilen Hunter, eine Minivariante der Combine-Strider, die euch auch in Häuser verfolgt, und dabei ziemlich gut einsteckt sowie austeilt. Zum Anderen eine neue Version der Ameisenlöwen, die euch mit Nervengift bespuckt, sonst aber ausser einer ekligen Sterbeanimation wenig aufzubieten hat.

Die Aufgaben während des Spiels bieten euch zum Teil gewohnte Kost in Form kleinerer Physikrätsel, zum anderen aber auch echte neue Highlights. Schon früh im Spiel kämpft Ihr in bester Star-Ship-Troopers Manier gegen Massen von Ameisenlöwen (Antlions). Die befreundeten Vortigaunts zeigen dabei eindrucksvoll ihre Fähigkeiten. Gegen Ende des Spiels zerlegt ihr quasi im Alleingang einer regelrechten Striderinvasion - nur mit Hilfe eurer Gravity Gun - wie das genau klappen soll, wird an dieser Stelle aber nicht verraten. Ach ja und der allseits beliebte Robohund "Dog" kommt auch wieder zu seinen Auftritten.

Fazit

Die Höhlensysteme der Ameisenlöwen - Stimmungsvoll inszenierte Lichtspiele mit leichtem giger-klaustrophischem Touch
Die Höhlensysteme der Ameisenlöwen - Stimmungsvoll inszenierte Lichtspiele mit leichtem giger-klaustrophischem Touch
Insgesamt hat Ep.2 viele schöne Momente und unterhält fast über die gesamte Länge auf sehr hohem Niveau. Die zwei neuen Gegnertypen (mit Ankündigung auf einen Dritten) bringen frischen Wind in die eh schon spitzenmäßig inszenierten Kämpfe. Die neuen Areale sind recht originell geworden und bieten eine gute Abwechslung zu den ständigen Häuserkämpfen des Vorgängers. Das Waffenrepertoire von HL2-EP2 blieb allerdings unangetastet - hier wäre ein wenig frischer Wind durchaus nett gewesen. Ausserdem hat das Spiel an einigen Stellen mit Längen zu kämpfen, überzeugt aber trotzdem durch die Vielfalt der Aufgaben. Und an der Stelle sei noch etwas verraten: Der Mythos um Gordon Freeman, den G-Man sowie Black Mesa wird hier noch kunstvoll erweitert. Ich empfehle zudem jedem, das Mod "Portal" zu Spielen, welches der Orange Box (und damit Ep.2) beiliegt. Ihr verpasst sonst einige aufschlussreiche Hintergrundinfos. 

9/10 

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