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Das Bourne Ultimatum
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Written by Feanarth
I'm sorry but this article is not (yet) available in English. If you would like to have this translated, please leave a comment in the form below.

Das Bourne Ultimatum - Oder: Schau mal wer da wackelt


Qualitätsmängel oder Stilmittel?

Als ich letztens ins Kino ging, hatte ich doch recht hohe Erwartungen an den dritten Film der Bourne-Reihe. Gute Kritiken eines Freundes taten ihr Übriges, so das ich frohen Mutes im Kinosessel saß.
Doch meine gute Grundstimmung wurde Anfangs stark gedämpft, da eine unsauber geführte Kamera der Marke "Erdbeben" den Zuschauer gleich zum Filmstart optisch nicht gerade verwöhnt.

Sowas führt normalerweise zu Unwohlsein bei mir. Nicht etwa wegen der Anstrengung für die Augen (und den Magen), nein. Eher wegen dem Beigeschmack, schlechten Actionszenen durch diesen Kameratrick mehr "Dramatik" zu geben - häufig erfolglos, wie ich hinzufügen möchte. Demnach kamen sofort Erinnerungen an schlechte Star-Trek Folgen, diverse Kriegs- und Fantasyschlachten sowie billigere Actionschinken hoch - aber zu Unrecht wie sich herausstellte:

Das Bourne Ultimatum setzt die Kamera hier fast durchgängig auf diesem Wege ein. Und komischerweise gelingt, was bei so vielen anderen Filmen einfach nur nervt. Nach einigen Minuten gewöhnt man sich daran, hat sogar den Eindruck, dadurch wie ein Passant näher am geschehen zu sein.

Man merkt dem Film deutlich an, das hinter dem Konzept mehr Hirnschmalz steckt, als man zunächst vermuten will. Wie es sich für einen Actionthriller gehört, legt der Film rasant an Tempo zu und hält dieses fast über die komplette Länge. Zwar kommen dadurch schauspielerische Leistungen und Charakterdarstellung etwas kurz, doch die Inszenierung ist durchgängig auf hohem Niveau und wirkt gut durchdacht. Der Film bringt in seiner gefühlt kurzen Spieldauer mehr Gefühl auf die Leinwand als so manches 2 1/2 Stunden Epos.

Spannungsaufbau ist die generell die große Stärke dieses Films: Es gibt sehr Leise Szenen, die mit nahezu ungezügelter Gewalt durch stechenden Sound (ich sage nur "Glasscherben") durchbrochen werden. Actionszenen - und davon hat das Bourne Ultimatum reichlich - wirken dermaßen brachial, dass man durch die nahe (und wackelnde) Kamera-Perspektive sowie dem glasklaren Sound mehr als einmal in den Sitz gepresst wird. Das Auge hat manchmal nur Millisekunden, Details zu erfassen - und trotzdem schafft man es doch, dem Tempo zu folgen. Berauschend, laut, stimmungsvoll. Ideales Kinoformat also.

Um das moderne Thriller-Setting des Films zu betonen, wurde mit etlichen (durchwegs glaubwürdigen) technischen Überwachungs-Spielereien nicht gegeizt. Das ist einerseits realistisch-faszinierend, andererseits in Zeiten der Datenschutzdebatte auch sehr erschreckend.

Auch andere Kritikmomente schwingen im Film mit - die aber zu verraten würde dem Film das nehmen, was euch letzten Endes ins Kino treibt - die Spannung.

Fazit: Sehr sehenswerter, intelligent aufgebauter Agententhriller mit tollen Effekten.



 
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