Jeder kennt das Problem, dass Windows mit der Zeit immer langsamer zu werden
scheint. Der Effekt verstärkt sich auch noch, wenn man regelmässig neue
Programme installiert und/oder ständig Dateien kopiert oder löscht.
Eine Ursache für diesen Leistungsverlust liegt in der Art, wie Dateien auf
dem Rechner gespeichert werden. Jede Datei wird (entsprechend der Art des
Dateisystems - das von Windows heisst NTFS) in kleine Teile zerlegt und
anschließend wie kleine Schachteln in einem Regal nebeneinander einsortiert.
Zu Beginn ist eine Festplatte in der Regel neu, das "Regal" also komplett
leer. Alle neuen Dateien werden also direkt nebeneinander einsortiert und
auch später schnell wieder gefunden - euer Windows läuft daher auf einer
nagelneuen Festplatte auch entsprechend flott.
Eine regelmässige Defragmentierung kann bereits mit Windows-Bordmitteln
durchgeführt werden. Dazu geht ihr im Startmenü auf >Programme > Zubehör >
Systemprogramme und wählt die "Defragmentierung" aus. Windows wird nun
versuchen, alle Dateien wieder zusammenzusuchen und sauber hintereinander
auf der Platte abzuspeichern. Dafür ist aber etwas freier Speicherplatz auf
der Festplatte vonnöten, da die Fragmente zum Sortieren "zwischengelagert"
werden müssen.
Der Prozess der Defragmentierung sollte regelmässig durchgeführt werden. 1-2
Mal im Monat ist nicht verkehrt, je nachdem wie oft ihr auf der Festplatte
Daten verschiebt. Je nach Größe der Festplatte kann der Prozess schon mal
einige Stunden Zeit in Anspruch nehmen. Führt ihr die Defragmentierung
regelmässig durch, beschleunigt sich der Vorgang ein wenig. Zudem erhöht ihr so die Lebensdauer eurer Festplatte, weil der Lesekopf nicht zu viele Sprünge durchführen muss.
Es gibt zudem wesentlich effektivere Software zur Defragmentierung, die euch viel Zeit und Nerven ersparen können - denn die Windows-Defragmentierung ist ziemlich lahm. ;)