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 Maestro! Jump in Music Die Anzahl guter Musikspiele für
den DS ist bislang noch ziemlich überschaubar.
Neben Guitar Hero
birgt nur noch das grossartige Rythm Heaven echte Qualität für
Rythmusjunkies. Ab da tun sich in der Wertungsskala gerne mal grössere
Abgründe auf.
Genau hier springt "Maestro!
Jump in Music" ein und bringt endlich frischen Wind in das
Genre. Wer ein Faible für Streichmusik und Jump n' Runs hat, sollte
definitiv einen Blick riskieren.
Der Vogel auf dem Drahtseil
Tippen, Streichen, Halten -
wie in jedem anderen DS-Rythmusspiel kommt es bei Maestro auf Euer
Taktgefühl an, hier jedoch in Kombination mit einem netten Kniff und
in einer kleinen Story verpackt. Als Vogel "Presto" macht
ihr Jagd auf die Spinne "Staccato", welche im Land der
Harmonie für falsche Töne sorgt. Die Duelle mit dem fiesen Krabbler
finden wie in Mario levelweise, jedoch – ganz ungewohnt – auf
einer rein musikalischen Ebene statt.
 Stimmungsvoll - Unterwasser zu sphärischen Klängen Doch statt wie gewohnt im Takt
heranfliegender Noten Tasten zu drücken, sind in Maestro
interessante Jump'n'Run Mechaniken eingebaut. Der etwas debil
grinsende Vogel rennt auf einer Art Violinensaite durch die Levels.
Wird die Saite mittels DS-Stylus von oben nach unten angeschlagen,
katapultiert sich das rosa Federvieh in die Luft. Durch umgekehrtes
Anschlagen lasst Ihr Presto wieder eine Ebene tiefer fallen, das
alles wohlgemerkt im Takt der Musik. Der Name "Jump in Music"
wurde somit mehr als nur treffend gewählt.
(W)irre Klangwelten
Der Schwierigkeitsgrad ist von Maestro
ist zu Beginn noch recht angenehm und für Einsteiger ideal. Hier
genügt es bereits, quasi im Vorbeirennen die richtigen Saiten
anzuschlagen um am Levelende eine A+ Bestwertung einzufahren. Doch
schon bald steigert sich der Anspruch, denn die herumfliegenden
Sterne und diverse andere Objekte werden nur dann eingesammelt, wenn
sich Presto auf der richtigen Saiten-Ebene befindet. Neben den
üblichen Standard-Saiten werden zudem recht bald noch Harfen,
Tremolo (schnelles anschlagen) und Schlagzeug eingeführt. Schwarze
Löcher, Cowboyhühner und fiese rote Noten, die dem Vogel
nachstellen, komplettieren das skurrile Portfolio.
Gerade die akustische und optische
Präsenation der thematisch sehr unterschiedlichen Levels zeigt sich
stimmig inszeniert. So müssen unter Wasser bissige Fische im Takt
angestossen und Wasserranken zu sphärischen Klängen nachgefahren
werden, während in einem eher italienisch angehauchten Setting die
per Stylus taktvoll angetippten Seemöwen für die richtige
akustische Untermalung der stimmungsvollen Geigenmusik sorgen.
Generell ist die grafische Umsetzung sehr stimmig und detailreich,
wirkt aber bei schnellen Musiktiteln stellenweise zu bunt und
überfrachtet, was zu unfreiwilligen Eingabefehlern führen kann.
Allgemein erweist sich die Steuerung aber als sehr intuitiv und
schnell zu erlernen, was unter Anderem auch einem sympathischen
Tutorial zu verdanken ist.  Western, Italien, Weltraum - alles sehr liebevoll umgesetzt
Spiels noch einmal, Sam!
Die Musikauswahl von "Maestro!
Jump in Music" präsentiert sich sehr vielseitig und originell.
Neben klassischen und zeitlosen Titeln der Marke Mozart und
Tchaikowski wollen auch Lieder von Enrico Morricone und einige
poppige Vertreter der Neuzeit absolviert werden. Doch so interessant
und unverbraucht diese Auswahl auch erscheint, so schmal ist die
Gesamtzahl und Spieldauer der einzelnen Lieder. So dauert es für
geübte Spieler maximal 1-2 Stunden um den Titel erstmalig
durchzuspielen. Viele Musiktitel hätten da dank der motivierenden
Spielmechanik gerne etwas länger ausfallen können. Doch das
erstmalige Durchspielen ist ohnehin eher als eine Art Fingerübung zu
sehen. Die dadurch freigespielten höheren Schwierigkeitsgrade bieten
dem geneigten Musikvirtuosen schon wesentlich grössere
Herausforderungen.
Trotz seiner Kürze ist "Maestro!
Jump in Music" ein erfrischend anders wirkender Musiktitel, der
durch seine originelle Art zu überzeugen weis. Wer nach dem x-ten
Neuaufguss von Guitar Hero und Co mal etwas anderes auf seinem DS
erleben will, sollte diesem netten Spiel definitiv eine Chance geben.
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Pro
+ Unverbrauchte Spielmechanik
+ Nutzt die DS Steuerung prima aus
+ Interessante Liedmischung
+ Detaillierte Präsentation
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Contra
- Kurzer Umfang
- Stellenweise etwas hektisch
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Links zum Thema:
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