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 Special: Opera 10 im Detail Firefox macht dem Platzhirsch Internet Explorer zunehmend das Revier streitig - doch was gibt es sonst noch? Nur wenige Nutzer wissen, dass ein eher unbekannter Browser viele der heutigen Funktionen schon vor Jahren eingeführt hat. Der Name dieses Pioniers: Opera.
Gerade ist Opera in Version 10 erschienen. Grund genug, den aktuellen Vertreter einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Und warum Opera mehr als nur eine Alternative zu Firefox darstellt, erfahrt ihr in diesem Special ganz nebenbei.
Komfort
Die wohl erste Frage, die sich für den Nutzer bei der Wahl seines
Internetbrowsers stellt, ist der Surfkomfort. Opera hat hier schon seit
Jahren viel zu bieten: Neben Mausgesten kannte der Browser als einer
der ersten das "Tabbed-Browsing" - also das simultane öffnen mehrerer
Websites als Karteikarten. Auch das Blocken unerwünschter
(Werbe-)Bilder funktioniert bei Opera per Kontextmenü. Eher subtil,
aber bei Fans gern gesehen: Opera scrollt Websites wunderbar weich und
reagiert sehr direkt auf Eingaben - meist immer einen Tick schneller
als die Konkurrenz. Das sind Kleinigkeiten, doch sie machen oft den
Unterschied.
Die genannten Funktionen sind bereits "ab Werk" in dem gerade mal 9
MB kleinen Download enthalten. Doch all das ist für Opera-Nutzer ein
Jahre alter Hut, daher kommen wir nun zu den wirklichen Neuerungen.
Die neue Version 10 setzt die Messlatte noch ein klein wenig höher
und bietet wieder einige neue sowie überarbeitete Funktionen, die einem
den Surfalltag wesentlich einfacher gestalten. Hier ist vorneweg
"Speed-Dial" zu nennen, welches (ähnlich einem Tastentelefon) die
wichtigsten Websites bei einem neuen Tab als anklickbare Vorschaubilder
anbietet.  Die Tableiste links mit Vorschaubild? Turbofunktion? - Opera bietet viel Individualität Wer es hier noch ein wenig persönlicher will, passt die
Anzahl der Schaltflächen dem eigenen Geschmack (oder TFT-Display)
entsprechend an oder peppt alles mit einem Hintergrundbild zusätzlich
auf. In Kombination mit den zahlreich vorhandenen Skins kann man so
einen Browser erhalten, der sehr individuell aussieht und dennoch
sparsam mit den Ressourcen des PCs umgeht. Dies bringt uns auch schon
zum nächsten Punkt, nämlich der ….
Geschwindigkeit
Opera ist schon seit längerer Zeit gerade im mobilen
Endgerätebereich stark vertreten. Auch rechenschwache Konsolen wie
Nintendos "WII" setzen auf diesen Browser. Der Grund ist einfach: Opera
schluckt auch bei vielen geöffneten Seiten erstaunlich wenig
Arbeitsspeicher, öffnet sich flott und kann mit einer bisher
ungeschlagenen Browser-Cacheverwaltung punkten. Das äußert gerade bei
langsamen Internetverbindungen besonders dann, wenn man in der
Browserhistorie zurückspringt: Während hier andere Browser noch kurz
nachladen oder kontrollieren, wird bei Opera in kürzester Zeit die
Seite wieder aufgebaut. Es fühlt sich nicht mehr nach "Nachladen" an
sondern wie das Blättern in einem Buch. Wer dieses
Geschwindigkeitsgefühl einmal erlebt, will selten zurück.
Apropos Geschwindigkeit: Gerade Menschen mit einer schlechten
Internetleitung werden das neue "Opera Turbo" Feature lieben. Das
Prinzip ist einfach: Alle angeforderten Inhalte werden zuerst über
einen zweiten Server geschickt, dort (anonym) komprimiert, und dann
erst an den Nutzer übermittelt. Dadurch ergeben sich bis zu dreifache
Surfgeschwindigkeiten, die natürlich auch durch qualitativ stark
reduzierte Bilder erkauft werden. Doch gerade wer es schnell will und
sich für seinen Text ungern durch grafikintensive Websites kämpft, wird
dieses Feature lieben.
Erweiterbarkeit und Flexibilität
Wer seinen Firefox gerne mit 20 verschiedenen Erweiterungen
betreibt, braucht an dieser Stelle nicht weiter zu lesen. Opera war
schon immer ein Browser, der ab Werk viel bietet, jedoch nur schwer zu
erweitern ist. Mit den "Widgets" bietet Opera Entwicklern eine
Möglichkeit, weitere kleine Anwendungen nebenbei laufen zu lassen.
Diese können aus Sicherheitsgründen jedoch niemals so tief in die
Browserengine eingreifen, wie es bei Firefox der Fall ist und laufen
daher meist eigenständig nebenbei.
 Mittels Speed-Dial schnell zur gewünschten Seite. Flotter kommt man kaum zum Ziel.
Im Normalfall spürt man als Nutzer davon wenig, denn Opera verfügt
neben den oben genannten Komfortfunktionen auch über einen eingebauten
Mail-Client, einer Downloadverwaltung (incl. Wiederaufnahmefunktion)
und einer Unterstützung für Torrent-Dateien. In Kombination mit einer
einfachen textbasierten Adblock-Filterliste lassen sich somit 95% der
alltäglichen Anforderungen abdecken.
Wer es dennoch ein wenig genauer haben will, kann bei Opera fast
jedes Bedienelement nach eigenem Ermessen verschieben oder ausblenden.
Die ganz harten Naturen können sogar in den Konfigurationsdateien des
Browsers herumspielen um ein Maximum an Leistung herauszukitzeln - ein
Besuch im offiziellen Forum schafft hier Abhilfe. Für den normalen
Anwender ist dies ist dies jedoch nur selten sinnvoll oder gar
notwendig, denn man erhält mit Opera einen "kann-fast-alles" Browser,
der zudem auch auf älteren Rechnern noch sehr gut läuft.
Sicherheit und Standardkonformität
Diese streng reglementierten Anpassungsmöglichkeiten von Opera haben
alle denselben Grund: Sie sollen beim Surfen die Sicherheit erhöhen.
Dank der konsequent gepflegten Engine - Opera hatte über die Jahre
gesehen in Sicherheits-Vergleichstests und in Sachen Bugfreiheit meist
die Nase vorn - surft man nicht nur extrem sicher, sondern auch
Standardkonform im Netz. Die Hersteller nahmen es mit den Vorgaben des
W3C schon immer sehr genau. Daher verwundert es nicht, dass Opera 10
beim aktuellen ACID3-Test die volle Punktzahl von 100 erreicht. Was das
konkret bedeutet:  Links original, rechts der Test - standardkonform bis zum letzten Pixel - der ACID3 Test galt schon immer als Feuerprobe für Web-Browser Man bekommt in Opera eine Internetseite
"ungeschminkt" zu sehen. Nicht Standardkonformes CSS oder HTML wird vom
Browser schonungslos angezeigt. Dies führt bei einigen Websites zu
teils unschönen Darstellungsproblemen, bietet aber gerade für
Webentwickler nützliche Informationen darüber, was man beim Design von
Websites besser lassen sollte. Kurz gesprochen: Wer seine Websites in
Opera betrachtet, kann davon ausgehen, dass sie im Firefox ebenfalls
gut aussieht (der IE sei an dieser Stelle ausgenommen, denn Microsoft
hat sich bisher noch nie an gängige Webstandards gehalten).
Fazit
Wer sich gerade überlegt, welchen Browser er nehmen soll, sollte
zwischen Opera und Firefox entscheiden. Letzterer überzeugt durch eine
riesige Community mit zahlreichen Addons und Erweiterungen, die jedoch
(auch sicherheitstechnisch) auf die Sorgfalt der einzelnen Autoren
angewiesen sind.
Mit Opera erhält man das "rundum Sorglospaket", welches die meisten
Anforderungen an den Alltags gerecht wird, ohne ständige Updates zu
benötigen. Dazu gibt es sehr flüssigen Surfkomfort und sauber
implementierte Funktionen, die der Konkurrenz meist immer eine kleine
Nasenlänge voraus sind.
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Pro
+ Flexibles Nutzerinterface
+ Sehr schnelle Seitendarstellung
+ Webkonform (W3C-Standard)
+ Ressourcenschonend (RAM, CPU)
+ Durchdachte Funktionen
+ Innovative Konzepte
+ Wenig verbreitet, daher für Hacker "unattraktiver"
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Contra
- Erweiterung nur durch Widgets
- Nicht Quelloffen (OpenSource)
- Detailänderungen nur über Konfigurationsdateien
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Links zum Thema:
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