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Star Trek 11
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Geschrieben von Feanarth

Star Trek 11 - Ein gelungener Neustart
Star Trek 11 - Ein gelungener Neustart
James T. Kirk und seine Crew sind zurück. Der elfte Star Trek Film ist in den Kinos und zeigt die Anfänge der Enterprise samt ihrer noch jungen Besatzung. Obwohl Star Trek 11 ein Prequel darstellt, kann man bei diesem Film nicht von einem Rückschritt sprechen. Ganz im Gegenteil: Die Filmreihe wagt mit jungen Schauspielern und beeindruckenden Effekten einen Neuanfang, der auf den Zuschauer frisch und modern wirkt. Doch wie jeder Neustart hat auch dieser seine Tücken.

Energie!

Star Trek beginnt 25 Jahre vor der Geburt von James T. Kirk (Chris Pine)  - besser gesagt genau während seiner Geburt. Kirks Vater wird durch tragische Umstände für wenige Minuten zum Kapitän des Föderationsschiffes Kelvin befördert und rettet seinem neugeborenen Sohn und der übrigen Besatzung in einer Notsituation das Leben. Da er in diesem heldenhaften Akt sein eigenes Leben verliert, muss der junge Kirk mit der Bürde des heldenhaften Vaters leben. James T. zeigt als junger und draufgängischer Rebell allerdings herzlich wenig von dessen damaliger Initiative und Heldenmut und verbringt seine Tage lieber damit, sich bei jeder Gelegenheit mit Anderen anzulegen.

Als er sein Potential von der Föderation schließlich doch entdeckt wird, nimmt Kirk sein Leben in die Hand und arbeitet sich die Karriereleiter schnell nach oben. Gleich zu Beginn freundet er sich dabei mit dem zynischen Doktor Leonard McCoy an, vielen wohl besser bekannt als "Pille" (großartig gespielt von Karl Urban). Der "erste Kontakt" mit dem jungen Spock hingegen fällt alles andere als gut aus, denn dessen Pflichtbewusstsein und Logik sind Charakterzüge, die bei Kirk auf wenig Gegenliebe stoßen. Als Resultat ist der Film geprägt von (meist humorvollen) Konflikten zwischen den Charakteren und wirkt - gerade durch vielen sehr locker und schnell erzählte Geschichte - herrlich amüsant und selten zu sehr in die Schiene seiner berühmten Vorgänger gepresst. Überhaupt ist dem neusten Star Trek das hohe Erzähltempo sehr gut bekommen. Vieles wirkt dadurch lebendiger, jünger und auch ein wenig "schmutziger" als man es sonst von dem Star Trek Universum gewohnt ist.

Schilde hoch!

Die neue Besetzung des Films kann auch in den Nebenrollen überzeugen
Die neue Besetzung des Films kann auch in den Nebenrollen überzeugen
Die frische Mannschaft der ersten Enterprise muss ihre Startprobleme sehr schnell überwinden, als sie sich mit den Romulanern konfrontiert sieht. Ironischerweise sind die Feinde die selben, die vor 25 Jahren Kirks Vater auf dem Gewissen haben. Warum Sie scheinbar grundlos angegriffen haben und warum sie dabei immer noch dasselbe übermächtig erscheinende Schiff steuern, ist teil der Haupthandlung, die geschickt um die Hauptcharaktere Spock und Kirk entwickelt wird. Viel sei an dieser Stelle nicht verraten, aber es darf an dieser Stelle verraten werden, dass Zeitreisen und zerstörte Planeten eine wichtige Rolle im Plot spielen. Durch die Zeitreisethematik wird übrigens auch das Auftreten von Star Trek Urgestein "Leonard Nimoy" erklärt. Der "alte Spock" steht der jungen Mannschaft helfend zur Seite, ist aber auch zeitgleich für deren Misere verantwortlich. Nach und nach entfaltet sich eine Geschichte über Verlust und Freundschaft, die teilweise verwirrend, teilweise aber auch sehr unberechenbar und interessant daherkommt.

Leider kränkelt der neue Star Trek aber auch genau in diesen Punkten, denn die Story wirkt im Großen und Ganzen zwar stimmig, durch die Zeitreisethematik aber auch etwas zusammengestrickt. Die Beweggründe der "bösen" Romulaner im Film sind mehr als nachvollziehbar, doch gerade durch das hohe Erzähltempo und die Gewichtung der Charaktere wirkt der Konflikt eher wie schmückendes Beiwerk statt tragendem Grundgerüst der Handlung. Die Bösewichte kommen dabei zu kurz und wirken unverdient flach und uninteressant.

Machen Sie's so!

Apropos "schmückend" - die Effekte von Star Trek 11 gehören zum edelsten, was man sich als Trekkie oder Science-Fiction-Fan wünschen kann. Die Kulissen der frühen Förderation wirken authentisch, die Atmosphäre ist trotz neuem Regisseur (LOST-Erfinder "J.J. Abrams") sofort als Star Trek zu erkennen. Trotzdem wirkt der Film wie etwas Eigenständiges - eine Neudefinition der Reihe. Gerade durch die guten Schauspieler gepaart mit dem stimmigen Äußeren ist dieser Film genau das, was man von guter Science Fiction erwartet: Viel Technik, viele Aliens, viel Neues, viele Effekte - und dabei glaubhaft verpackt und nicht nur für Serienfreaks interessant.

 

 
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