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[Mp3-Player] Sansa Fuze
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Geschrieben von Feanarth

Der Sansa Fuze in Silber (diverse Farben erhältlich)
Der Sansa Fuze in Silber (diverse Farben erhältlich)
Der Markt an Mp3-Playern wird mittlerweile von vielen Anbietern heiß umkämpft. Neben immer kleineren Dimensionen trumpfen viele Player mit Videoanzeige sowie Radiofunktion auf. Hersteller Sandisk erfindet mit dem  "Sansa Fuze" das Rad nicht neu, bietet aber neben einer Vielzahl abspielbarer Audioformate noch eine ganze Reihe anderer Qualitäten.

Wer nicht auf angebissene Apfelprodukte steht und einen guten Player zum fairen Preis sucht, sollte unbedingt weiterlesen.

Die Sansa-Reihe im Überblick

Sandisk hat neben dem Mittelklassen-Modell "Fuze" (75 Euro), auch noch ein kleineres Modell "Clip" für 50 Euro  und das Flagschiff der e2X0 Reihe für ca. 140 Euro im Angebot. "Fuze" ist hier als Stilwort für "Fusion" zu sehen, denn das Modell vereint die Multimediafähigkeiten und Erweiterbarkeit des größeren Bruders mit der Portabilität des kleinsten Modells. Ein guter Mittelweg, wie ich meine, denn das Gerät ist genau richtig Dimensioniert, um sowohl beim Sport als auch auf Reisen als idealer und leichter Begleiter zu fungieren.

Neben diesen eher allgemeinen Aussagen hat mich eine aber ganz besonders interessiert: In Tests haben die Sansa-Player klanglich sehr gut abgeschnitten. Das kleinste Modell soll sogar über den "besten Klang aller Mp3 Player am Markt" verfügen und dabei sogar den iPod locker hinter sich lassen. Große Worte, die ich natürlich nur mit meinen bisherigen Erfahrungen im Mp3-Playermarkt überprüfen kann. Dennoch: Neugierig machte mich das Gerät aber nach erstem Ausprobieren im Elektrofachmarkt schon - und zwar aus diversen Gründen, die ich nun näher ausführen möchte.

Erster Eindruck

Wenn man den "Fuze" das erste Mal in Händen hält, fällt einem sofort die hohe Wertigkeit auf. Während die Front in sich in (fast schon gewohnter) Klavierlackoptik präsentiert, ist die Rückseite leicht gummiert. Das großes Manko der schlechten Verarbeitungsqualität, welches leider viele Player unterhalb der 100€-Preisgrenze plagt, ist beim Fuze zum Glück nicht der Fall. Nichts knirscht oder klappert, lediglich das kleine Jog-Dial (Auswahlrad) hat einen gewissen Spielraum. Das macht aber nix, denn das Rad, welches auch zur Navigation innerhalb der Musikdateien dient, hat einen klaren Druckpunkt und ist sehr leichtgängig. Im direkten Vergleich zum Berührungsintensiven iPod-Rad gewinnt der Fuze, denn hier bieten beim Drehen die kleinen "Einrastpunkte" im Gerät ein genaueres, da fühlbares Feedback.

Der erste Betrieb

Beim Einschalten überzeugt eine kleine Animation von den Videofähigkeiten und der Bildqualität des Fuze. Das Display zeigt sich mit seinen 1.9 Zoll Größe (4x3cm) ausreichend groß Dimensioniert und zeigt Cover wie Fotos in guter Qualität an. Zudem kann es sehr hell gedreht werden, was sich speziell bei starker Sonneneinstrahlung als positiver Aspekt herausstellen dürfte.

Ein weiteres Beispielvideo ist auf dem Player bereits enthalten und bietet akzeptable Bildqualtät, allerdings eine leicht ruckelnde Bildrate. Laut Sansa müssen Videos auch erst für den Player komprimiert werden, was mich aber nicht weiter tangiert. Wichtig sind schließlich die Navigations- und Musikfunktionen - und genau hier kann der Player punkten.

Navigation

Offenbar hat man sich bei Sandisk die Konkurrenz sehr genau angesehen, denn wer mit dem iPod bereits unterwegs war, kommt mit den Menüstrukturen sofort zurecht. Doch auch Mp3-Neulinge dürften sofort mit der einfachen Menüstruktur klar kommen, denn die Grundfunktionen (Einstellungen, Musik, Video, Bilder, Radio)  sind kinderleicht zu erreichen. Vorbildlich gelöst ist dabei die Navigation über das Rad, denn durch flottes drehen kommt man auch bei umfangreicheren Datei- oder Menüstrukturen sofort ans Ziel. Ein separater Home-Button sorgt während der Wiedergabe für einen schnellen Zugriff auf Einstellungen oder weitere Sonderfunktionen, während das aktive Stück weiterläuft und im Display angezeigt wird.

Auch wenn man den Player direkt mit Ordnern von Windows aus füttert, werden die Musikstücke nach Mp3-Tags wie Genre, Interpret und Album sortiert - ein umstand, der mich beim Kauf des Players sehr gestört hat und auch beim iPod nicht gerade mit Freude erfüllte. Da die tag-basierte Navigation bei umfangreichen Sammlungen und einzelnen Dateien sehr mühsam sein kann, hat sich Sansa die Kritik der Fans zu Herzen genommen und eine Ordnerbasierte Navigation per Firmware-Update nachgereicht. Wer also (wie ich) seine Mp3s lieber auf die althergebrachte weise selbst sortiert, hat nun die Möglichkeit, einfach durch die Ordnerstrukturen zu navigieren. Das nenne ich vorbildlich gelöst und zeugt von hervorragendem Kundensupport.

Klang

Die großspurigen Aussagen über den Klang des Players kann ich zum größten Teil bestätigen. Der Fuze bietet bereits in der Werkseinstellung einen sehr runden, wenn auch etwas zu höhenbetonten Klang, dem aber mit entsprechenden Einstellungen im Equalizer schnell zu Leibe rücken kann. In Kombination mit entsprechend guten Kopfhörern zeigt der Player ein überraschend breites und rauschfreies Klangspektrum bis in die hohen Lautstärken, welches schon fast an große Audioanlagen heranreicht. Hier ergibt es dann auch erstmals Sinn, dass man Audiodateien in entsprechend hoher Qualität auf das Gerät packt. Und wen wundert es da, dass der Fuze die Voraussetzungen dafür sogar mitbringt.

Besondere Ausstattungsmerkmale

Äußerlich mag man dem Fuze nachsagen, dass er vom iPod-Design abgekupfert ist. Das mag auf den ersten Blick stimmen, doch Sandisk hat sich genau überlegt, was man dem Kunden noch bieten kann. Neben dem bereits erwähnten Navigationsrad bietet der Player einen internen Speicher von 8GB, der mittels microSD-Erweiterungsslot beliebig erweiterbar ist.

Davon abgesehen überzeugt der Player mit seinen inneren Werten, denn er unterstützt ab Werk bereits etliche Audioformate wie OOG Vorbis und FLAC, die für besonders hohe Qualität zum Einsatz kommen. Zusätzlich ist im Gerät ein Radio und ein Mikrofon verbaut - beides Quellen, von denen der Fuze in guter Qualität im Mp3 Format aufnehmen kann.

Kritikpunkte und  Fazit

Mit dem Fuze ist Sandisk ein echter Kracher gelungen. Das Display ist wie der gesamte Player sehr hochwertig, die gebotene Funktionsvielfalt für den Preis von 75 Euro als " sehr üppig" zu bezeichnen.

Die Firma Sandisk bietet zudem über ein User-Forum direkten Support und zeigt mit den letzten Firmware-Updates, dass ihnen die Kritik der User sehr am Herzen liegt. So sind alleine mit dem letzten Update ein nochmals verbesserter FLAC-Support, eine Automatische Anpassung der Lautstärke und eben die besagte Ordnernavigation hinzugekommen.

Tipp:

Wer noch gute und zugleich sehr günstige Kopfhörer sucht, dem kann ich das Modell "Koss - The Plug " empfehlen.

Sansa-Forum: Link in neuem Fenster

Abgesehen davon reagiert der Player sehr zügig auf Eingaben, hat sich bisher nie aufgehängt (eine hartnäckige  Kinderkrankheit bei vielen "modernen" Vertretern der Gattung) und ist einfach über ein USB-Kabel in Windows per Drag'n'Drop zu befüllen.

Als Kritikpunkt könnte man einzig und allein das USB-Kabel selbst ist mit seiner proprietären Schnittstelle nennen. Wer das nicht dabei hat, kann den Player nicht an den PC anstöpseln und auch nicht aufladen. Da der fest eingebaute Akku aber gut 15-20 Stunden hält, ist das ein verschmerzbarer Kritikpunkt bei einem sonst sehr gut durchdachten Produkt.

Technische Daten

  • Größe und Gewicht: 22 x 14 x 4 cm ; 59 g
  • Display: Farbe, 4x3 cm
  • Akkulaufzeit: 15-20h je nach Displayhelligkeit
  • Lieferumfang: Schutztasche, Kopfhörer, Dokumentation auf 8cm-CD

Pro

+ Saubere Verarbeitung
+ Einfache Navigation
+ Sehr guter Klang
+ Hohe Akkulaufzeit
+ Hervorragender Kundensupport
+ Viele Komfortfunktionen und unterstützte Formate

 

Contra

- Proprietäre USB-Schnittstelle
- Aufladen nur am PC Möglich (externes USB Netzteil optional)
- Akku fest verbaut


 
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