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 Flower - Spielerische Symphonie der Gefühle Frischer Wind ist der beste Begriff, um »Flower« zu beschreiben, denn hier steuert Ihr mal keine pixelige Heldenfigur, sondern das luftige Element selbst. Die Level sind im wahrsten Sinne des Wortes „Spielwiesen“. Und Euer Spielziel? Blumen erblühen lassen. Völlig frei fliegt ihr so durch die Landschaften und belebt triste Abschnitte. Kann so etwas begeistern? Mehr als das: Es hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Garantiert!
Jeder fängt klein an
Entwickelt wurde dieser Titel von »Thatgamecompany «, einer eher
kleinen Spieleschmiede, die bereits früher mit originellen Titeln wie
»Cloud« oder dem bekannteren »Flow« für Aufsehen gesorgt hat. Mit
diesem Vorwissen ausgestattet kann man also mutmaßen, dass dieses Spiel
sich nicht primär an Hardcore-Gamer richtet. Die klare Antwort auf die
Zielgruppenfrage gibt »Flower« trotzdem nicht. Dieser Titel ist zwar
klein, auf seine eigene Art aber erstaunlich tiefgründig.
 Das Spiel geizt nicht mit visuell beeindruckenden Effekten Das fängt bereits mit dem Hauptmenü an. Vor trister Stadtatmosphäre
sehen wir eine einsame verwelkt wirkende Pflanze auf dem Fensterbrett.
Wir bewegen uns - ausschließlich durch Neigen des PS3 Controllers - auf
diese zu und drücken eine beliebige Taste. Im innern der Blume erleben
wir eine Traumwelt, starten als kleines Blütenblatt im Wind und bringen
durch Berührung weitere Blumen zum erblühen. Kettenreaktionen lassen
ehemals triste Felder ergrünen und unsere umherwehende Blütenkette wird
dabei stetig länger.
Begleitet wird die visuell beeindruckende Reise von sphärischen
Klängen. Jede Blume gibt bei Kontakt bestimmte Töne von sich, dazu
gibt’s klassisch angehauchte Hintergrundmusik, die das gezeigte
emotional hervorragend unterstützt. In Verbindung mit der herrlich
intuitiven Steuerung und dem eigens erzeugten Windrauschen entsteht
nach kurzer Zeit ein innerer Spielfluss. Man beginnt von selbst,
Grenzen auszutesten und Gebiete zu erforschen. Dabei ist man manchmal
sogar erfolgreich und entdeckt Geheimes, stößt aber auch oft in Form
heftiger Gegenwinde an die Beschränkungen des aktuellen Levels. Hier
wäre etwas mehr Freiheit wünschenswert gewesen.
Sturm der Gefühle
 Jeder Level erzeugt eine ganz eigene Grundstimmung Ist ein Level dann geschafft, erblüht die Pflanze auf dem
Fensterbrett und die nächste offenbart sich. Ein anderer Traum, eine
andere Musikuntermalung und eine neue Stimmungslage läd zum
Erkundungsflug ein. Faszinierend dabei ist, wie diese Stimmungen
angedeutet, niemals aber konkreter werden. Melancholie, Freude,
Traurigkeit, Bedrohlichkeit - Jeder Level bietet seine eigenen
Herausforderungen, zeigt versteckte Botschaften – manchmal auch mit
kritischem Anklang. Trotz der wenigen Vorgaben funktioniert diese
Symphonie aus Klang und Bild hervorragend, was auch sicherlich an der
absolut sauberen Präsentation liegt.
»Flower« ist ein Spiel für Zwischendurch, überzeugt auf dieser
Disziplin dafür in jeder Hinsicht. Jeder kann den Controller in die
Hand nehmen und sofort entspannt loslegen. Enthusiasten hingegen
schalten Achievements frei und erforschen jeden Level bis zur letzten
Blume. Das macht auch in rasanten Passagen dank der direkten Steuerung
gewaltigen Spaß, denn präziser und intuitiver habt Ihr die SixAxis-Steuerung der PS3
bisher nicht erlebt. Oft fragt man sich dabei sogar, warum andere Titel
dieses Potential verschenken.
Fazit – Ein kleines Meisterwerk
»Flower« bietet für faire 8€ (PS-Store) eine echte spielerische Bereicherung
für eure PS3. Mit diesem Spiel könnt Ihr auch Spielemuffel und
Gamepad-Phobiker vor die Konsole zerren - oder einfach mal zwischen
zwei harten Shooter-Sessions abschalten. Es macht einfach Spaß, dieses
einfache und doch originelle Spiel zu genießen. »Flower« ist schnell
durchgespielt und sehr einfach gehalten, hinterlässt aber trotzdem
bleibende Eindrücke. Unter diesen Eindrücken kommt auch die Frage in mir auf, warum sich
nicht mehr Spiele sich von diesem „konstruktiven“ Grundgedanken
inspirieren lassen.
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Pro:
+ Hervorragende Präsentation
+ Hochpräzise SixAxis-Steuerung (!)
+ Sehr unverbrauchte Spielidee
+ Für Einsteiger und Akribiker gleichermaßen geeignet
+ Künstlerischer Aspekt
+ Wunderbar entspannend
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Contra:
- Level oft stark begrenzt
- Kurzer Umfang
- Thematik begeistert nicht jeden
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