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Mirrors
(1 Stimme)
Geschrieben von Alex

"Mirrors" heißt der neue Horror-Thriller von Regisseur Alexandre Aja, für den kein geringerer als Kiefer Sutherland für die Hauptrolle engagiert wurde. Der Star aus der Echtzeitserie „24“ zeigt mit diesem Film, dass er weit mehr drauf hat, als nur Atombomben zu entschärfen und Terroristen hinterherzujagen.

Im Mayflower-Kaufhaus gehen seltsame Dinge vor
Im Mayflower-Kaufhaus gehen seltsame Dinge vor

 Wobei der Anfang des Films durchaus aus „24“ entstammen könnte. Ben Carson (Kiefer Sutherland), ein gebrochener Mann, musste den Polizeidienst quittieren, lebt getrennt von seiner Familie bei seiner Schwester und ist dabei, seine Alkoholsucht mit starken Medikamenten zu bekämpfen. Über Wasser hält er sich mit Gelegenheitsjobs - bis ihn eines Tages ein mehr oder weniger gutes Angebot ereilt: Eine Stelle als Nachtwächter im „Mayflower“ – einem ausgebrannten, ehemals prachtvollen Luxuskaufhaus.

 

 

Objects in the mirror are closer than they appear

Ben am Rande der Schizophrenie
Ben am Rande der Schizophrenie
Im Inneren des Kaufhauses erinnern viele Zierspiegel sowie einige Schaufensterpuppen und Figuren an den einstigen Prunk. Doch bereits Ben's erster abendlicher Rundgang lässt erahnen, dass sich in diesem Kaufhaus seltsame Dinge abspielen. Und das ist noch verharmlost ausgedrückt. Getrieben von immer wiederkehrenden Visionen, die ihn bis nach Dienstschluss verfolgen, versucht er, der „Botschaft“ auf den Grund zu gehen. Spätestens hier hätte jeder normale Wachmann seinen Dienst quittiert, doch als Ben’s Familie plötzlich ebenfalls in Gefahr gerät, wird ihm klar, dass nur er diese Sache zu Ende bringen kann. Ein Problem dabei: Niemand glaubt und unterstützt ihn anfangs! Und nicht mal er selbst weiß, ob er langsam der Schizophrenie verfällt oder ob alles doch real ist, was um ihn herum geschieht.

 

 

Gelungener Genre-Mix

Jung-Regisseur Alexandre Aja liefert mit "Mirrors" einen atmosphärischen und düsteren Horror-Streifen ab,

Real oder Fiktion: Die Spiegel zeigen Seltsames
Real oder Fiktion: Die Spiegel zeigen Seltsames
der zugleich ein Remake von Sung-Ho Kims „Geoul Sokeuro“ (Südkorea 2003, engl. Titel: Into the mirror) darstellt. Dass der Film nichts für Leute mit einem schwachen Nervenkostüm ist, stellt sich bereits in den ersten Minuten heraus. Zartbesaitete sollten besser einen Bogen um diesen Film machen oder ihn gerade aus Therapie-Gründen ansehen. Wer Filme wie "Ring", "Der Exorzist" und "Poltergeist" liebt, wird auch bei "Mirrors" voll auf seine Kosten kommen.

Dabei spielt der Regisseur gekonnt mit den Spiegeln als Stilmittel und setzt diese oft stilistisch ins Szene. Ein nettes Detail für all jene, die während des Films noch Zeit zum atmen haben. Ihr kennt ja sicher das „Gleich-passiert-was-Gefühl“. Von solchen Momenten gibt es im Film einige. Langweilig ist das nie, auch die eher spärlich aber knallhart eingesetzte Gewalt verbindet Aja gekonnt mit der Thematik. Ohne zuviel zu verraten: Die entsprechende Badewannen-Szene könnte für den ein oder anderen dann doch zu viel des Guten sein.

Abzüge in der B-Note gibt es für einen etwas holprigen Übergang zwischen „Ben – wir glauben dir alle nicht“ und „Wir glauben dir“ sowie den manchmal leicht durchdringenden B-Movie-Touch. Auch das Ende hätte man weniger „24-like“ gestalten können.

Fazit

Wer mal wieder richtig Gänsehaut bekommen will, sollte sich „Mirrors“ unbedingt ansehen.
Entstanden ist ein guter Horrorfilm, der mit unglaublicher Spannung und einem toll spielenden Kiefer Sutherland punktet. Wir würden fast garantieren, dass ihr für eine ganze Weile in keinen Spiegel mehr blicken werdet ;-)

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