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Fortsetzung folgt...
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Geschrieben von Alex

Far Cry 2, Call of Duty 5, GTA 4, Need for Speed „11“ – vier Spiele aus verschiedenen Genres, die in nächster Zeit auf den Markt kommen. Trotz des unterschiedlichen Genres verbindet die vier eine Gemeinsamkeit: Sie treten alle als Fortsetzung einer bereits beliebten und etablierten Spielereihe auf. Ein Blick in mein Spieleregal verleitete mich dazu, diese Kolumne zu tippen. Wie ich festgestellt habe, stehen in diesem Spieleregal erstaunliche viele Fortsetzungen. ;-)

 

EA – der Grund allen Übels?

Wirft man einen Blick auf den Spielemarkt der nächsten Monate, so gibt es kaum Titel, die nicht mindestens einen Vorgänger besitzen. Eine lobenswerte Ausnahme bildet  Mirrors Edge von Electronic Arts, welches sich die Lorbeeren der Spieler erst noch erkämpfen muss und nicht im Fahrwasser eines prominenten Vorgängers schwimmt.

Wo wir gerade beim Branchenriesen sind: EA ist ja einer der Publisher, der gerne Fortsetzungen bekannter Spielereihen im Jahresrythmus auf den Markt bringt. Kurz nachgezählt erscheint 2008 bereits die 11. Fortsetzung der Need for Speed-Reihe – das unrühmliche Motor City mal nicht mitgezählt – und auch die FIFA-, NHL- und Madden-Serie werden in diesem Jahr noch eine Fortsetzung im zweistelligen Bereich bekommen. Wirklich innovative Spiele erwartet man dagegen selten von Electronic Arts.

Quantität oder Qualität

Prinzipiell ist nichts daran auszusetzen, Fortsetzungen auf den Markt zu bringen – solange Sie qualitativ gut sind. Spieler von heute – gerade im PC-Bereich – sind anspruchsvoller als noch vor zehn Jahren. Kein Wunder, rüsten viele ihren Spielerechner mehrmals im Jahr um die neueste Grafikkarte, den schnellsten Prozessor und die besten Eingabegeräte und Monitore auf. Da will man eben ein technisch hochkarätiges Spiel, das die Hardware voll ausreizt. Dass diese Einstellung auch schnell nach hinten los gehen kann, zeigt das 2007 erschienene Crysis des deutschen Entwicklers Crytek. Von der Fachpresse mit Lob überschüttet, blieb das Spiel zum einen aufgrund der hohen Hardwareanforderungen, zum anderen wegen der dürftigen Story hinter den Erwartungen – vor allem hinter jenen von EA – zurück. Es gilt also gerade bei neuen Spielkonzepten die richtige Mischung aus guter Technik und gutem Spielinhalt zu finden. Übrigens: Auch bei den Konsolen sieht es nicht arg viel besser aus. Microsoft und Sony setzen bei ihrem Konsolen-Line-Up ebenfalls auf Bewährtes und bereits Gesehenes. Auch Nintendo wärmt seit Jahrzehnten das Thema Mario in den verschiedensten Formen immer wieder auf.

Kostenexplosion?

Um zum Beispiel Crysis zurückzukommen: Laut des Entwicklers verschlang die Entwicklung von Crysis über 20 Millionen Euro. Es ist daher durchaus nachvollziehbar, dass von Seiten des Publishers eine gewisse Erwartungshaltung an den Tag gelegt wird. Denn in erster Linie zählen die verkauften Einheiten. Gerade durch diese Kostenexplosion bei echten Neuentwicklungen (Story, Technik, Spielinhalt) ist es auch ein Stück weit tolerierbar, dass vor allem kleine Publisher lieber auf eine vorhandene Technik setzen und eine Fortsetzung auf den Markt bringen.

Positiv-Beispiel

Dass es allerdings auch anders geht, zeigt Valve mit dem ebenfalls 2007 erschienenen Portal. Mit Hilfe der Portal-Gun kann der Spieler Ein- und Ausgangsportale in einem Level platzieren und muss sich so den Weg durch ein Level bahnen. Auch Gegenstände lassen sich durch diese Portale werfen. Zudem werden physikalische Gegebenheiten wie der freie Fall dabei berücksichtigt. Eine bis dato frische und motivierende Spielidee! Portal bzw. dessen Freeware-Vorgänger „Narbacular Drop“ wurde als Studentenprojekt am DigiPen Institute of Technology entwickelt. Das Spielprinzip fand Valve bei einer Präsentation so interessant, dass sie das Entwicklungsteam engagierten, die ausgereifte Source-Engine als Plattform stellten und die Story im Half Life 2-Universum ansiedelten.
Nebenbei sei erwähnt, dass Portal bei den Spielern extrem gut ankam, was beweist, dass sich innovative Ideen auch ohne High-End-Technik durchsetzen. An der Akzeptanz des Marktes – was viele Publisher gerne als Argument für ihre ständigen Fortsetzungen vorschieben – kann es jedenfalls nicht nur liegen. Hoffen wir für die Zukunft also das Beste. Liebe Entwickler, liebe Publisher: Traut euch auch mal wieder an echte Neuheiten!

Fortsetzung folgt…

 
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